Auf allen Vieren …

Auf allen Vieren … und andere Katastrophen

Ein Reise- und Erfahrungsbericht von Andreas Kühnapfel

Erschienen am 3. März 2023

Manchmal führt der Weg weiter, als man denkt

 

Trotz mangelhafter Fitness, fehlender Planung und ohne ausreichende Kenntnisse der Landessprache entschied sich Andreas Kühnapfel 2008, den Jakobsweg zu laufen.

Allen Schwierigkeiten zum Trotz fand er zwar keine Erleuchtungen, dafür aber interessante Begegnungen und ein wenig Ruhe. Den eigentlichen Grund seiner Reise entdeckte er allerdings erst Jahre später, ohne ihn jemals gesucht zu haben.

Die Geschichte hinter dem Buch

Die Geschichte dieses Buches ist beinahe länger als das Buch selbst.

Ursprünglich handelt es sich um eine Neuauflage meines 2009 erschienenen Buches Auf allen Vieren nach Nancy, das inzwischen nicht mehr im Handel erhältlich ist. Eigentlich wollte ich den damaligen Reisebericht lediglich überarbeiten und neu veröffentlichen.

Doch während der Arbeit daran wurde mir bewusst, dass ich damals nicht einfach nur einige Tage auf dem Jakobsweg unterwegs gewesen war. Rückblickend erkannte ich, dass ich zu dieser Zeit bereits mit Depressionen zu kämpfen hatte. Was ich 2008 selbst noch nicht in dieser Weise einordnen konnte, wurde mir erst viele Jahre später klar.

Damit war es nicht mehr getan, ein paar Stellen zu korrigieren und das alte Buch neu herauszubringen. Ich überarbeitete und erweiterte den Text um einen zweiten Abschnitt des Weges, den ich 2011 gegangen war. Beide Reiseabschnitte sind dabei in ihrer ursprünglichen erzählerischen Form geblieben.

Auch meine Erfahrungen mit den ersten Depressionen fanden Eingang in das Buch. Ich wollte offen darüber schreiben, was ich damals erlebt und erst später verstanden hatte. Dazu gehört für mich auch eine klare Botschaft: Wer bei sich selbst Anzeichen einer Depression bemerkt, sollte sich Hilfe und Rat holen. Man muss damit nicht allein bleiben.

So entstand aus einem ursprünglichen Reisebericht etwas deutlich Persönlicheres: eine Mischung aus Reisebericht und Erfahrungsbericht, eine Rückschau auf zwei Wanderungen und auf eine Zeit, die mich stärker geprägt hat, als mir damals bewusst war.

Es ist ein sehr persönliches Buch geworden. Fast ein Seelenstriptease. Eine Geschichte über das Unterwegssein, über Begegnungen, über das eigene Leben und über Erkenntnisse, die manchmal erst Jahre später kommen.