Andreas Kühnapfel

Andreas Kühnapfel


Ehemals freier Fotograf und Journalist, immer noch Author, Reisender, Vater und Großvater, neuerdings auch wieder Ehemann. Ich mag englische Autos, bayrische Motorräder, Reisen auf unterschiedlichsten Wegen, Fotografieren und ab und an auch musizieren.
Geboren zu Lebzeiten Martin Luther Kings und erwachsen geworden in den wilden 80er Jahren habe ich zunächst einige Jahre mein Glück mit dem Fahren von LKWs im In- und Ausland gesucht. Kurz nach dem beruflichen Wechsel in die IT-Sparte erfolgte auch der Wohnortwechsel vom Sauerland in die Südwest-Pfalz. Das immer wieder kehrende, tief in mir verankerte Fernweh und das Interesse an Kulturen, Menschen, an dem "Neuen und Unbekannten" schlechthin stille ich mittlerweile durch Reisen. Meist sind es kurze, nur ein paar Tage dauernde, jedoch sehr intensive Trips.

Dieses abwechslungsreiche Leben bietet mir einige Vorlagen für meine Geschichten, die ich jedoch lange Jahre nur für mich schrieb. Meine erste Veröffentlichung, "Auf allen Vieren nach Nancy", erschien im Jahr 2009 und beschreibt eine sehr wichtige Zeit meines Lebens: 2008 verbrachte ich einige Tage auf dem Jakobsweg zwischen dem Saarland und Nancy in Frankreich, was mir zwar weder Kirche noch Glauben näher brachte, dafür jedoch wichtige Einblicke über mich selber gewährte. Mit der "Drachengeist-Trilogie" erfüllte ich mir anschließend einen lang gehegten Traum und mit "Generation Z" führe ich diesen weiter.  




 

Es gibt keinen Freund der so loyal ist wie ein Buch.
Ernest Hemingway

Generation Z

Generation ZChristopher Stern hat den vergangenen Winter in seinem Keller verbracht. Buchstäblich. Fernab der Apokalypse, in der die Toten wieder auferstehen und versuchen die Lebenden zu fressen, hat er sich in seinem Haus in einem kleinen Ort in der Pfalz versteckt. Ausgestattet mit genügend Lebensmitteln, einigen Waffen und dem Wissen das in den kleinen Orten weniger Menschen und damit eben auch weniger "Andere" existieren. Doch als der Frühling sich ankündigt wird ihm bewusst, dass der Lagerkoller droht. Er muss raus, will sehen was aus der Welt geworden ist.
Trifft er zunächst nur auf die "Anderen" findet er schon sehr bald weitere Überlebende. Auch wenn diese nicht immer wohlgesonnen erscheinen. Auf der US Air Base in Ramstein findet er aber nicht nur einen besonderen Menschen, sondern auch sein Schicksal.

Drachengeister

Manche Dinge brauchen so viel Zeit, dass man irgendwann gar nicht mehr merkt wie die Zeit vergeht. Dies gilt vor allem für Geschichten. An einem Winterabend vor vielen Jahren saß ich mit einem Laptop (den es schon gar nicht mehr gibt) auf dem Schoss in einem Schaukelstuhl (den es auch schon nicht mehr gibt) in einem gut beheizten Wohnzimmer (das gibt es noch, aber nicht mehr in meinem Leben) und begann eine Geschichte zu schreiben.Drachengeist
Ein junger Mann, damals hieß er noch Korvin, erwacht nackt in einem Wald und erinnert sich an nichts.
Nach zwei Jahren, zu dem Zeitpunkt lagen Korvins Erlebnisse schon viele Monate im Tiefschlaf auf meiner Festplatte, beschlossen Falk und ich gemeinsam weiter an dieser Geschichte zu schreiben.
Irgendwann wurde aus dem “Korvin” ein “Vynn”. Manche Orte und Personen blieben erhalten, andere gingen davon.
Wir verbrachten viele Stunden damit, in Skypesitzungen, an Kaminen oder auf Balkonen sitzend diese Geschichte zu spinnen.
Zwischenzeitlich nahmen wir mit der Geschichte an einem Wettbewerb teil, bewarben uns bei Agenten und bei Verlagen.
Ja, es gab sogar Zeiten in denen der ein oder andere Autor nicht mehr an die Geschichte um Vynn, den Drachengeist namens Sonnenglut und das kleine Mädchen, das alle nur Engel nennen, glaubte.
Dazu kamen dann private oder berufliche Veränderungen, Wohnortwechsel und jede Menge anderer Hindernisse.

Ungefähr Mitte 2014 beschlossen wir, die Geschichte als eBook selber aufzulegen. Wir hängten noch einige Monate an Überarbeitung dran, baten Testleser und Hobbylektoren um ihre Meinung und endlich, im Dezember 2015 erschien der erste Teil im Handel. “Drachengeist – Das Erwachen”. 
Gefolgt vom zweiten Teil "Drachengeist – Der Goldene” im Juli 2016 und endlich dann im Januar 2017 vom Abschluss unserer Trilogie “Drachengeist – Der Sturm”.
Das Interessante daran, wenn Dinge dann endlich ihren Abschluss finden ist die Emotion die dahinter steckt. So eine Mischung aus Stolz über das erreichte und Trauer um das, was einen Teil deines Lebens eingenommen hat und nun losgelassen werden muss.
Naja, Loslassen. So ganz tut man es ja doch nicht. Man erstellt zum Beispiel eine Webseite zu den Büchern, hofft auf die entsprechenden Klicks in den sozialen Medien und freut sich wenn die ersten positiven Kommentare auftauchen.
Und dann ist da noch der Drang, weiter zu erzählen. Geschichten aus der Welt, die man geschaffen hat wollen noch hinaus.
Denn darum geht es letztendlich: Geschichten müssen erzählt werden. Dazu sind sie da.

Gutes Erzählen da draußen, wo immer ihr auch jemand loslassen müsst.
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